BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
OV Dortmund-Innenstadt-West
Antrag: Umwidmung der Brügmannstraße
Innenstadt-West
02.07.2025 – Antrag
Der BV Innenstadt-West ist sehr daran gelegen, dass kein Straßenname im Stadtbezirk auf eine Person verweist, die durch Rassismus oder Antisemitismus belastet ist.
Gez.Der Antrag (Drucksache Nr.: 38905-25) der Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung am 02.07.2025 beschlossen:
Antrag:
Die BV Innenstadt-West fordert die Verwaltung auf zu prüfen, auf welches Mitglied der großen Familie Brügmann sich die Widmung der Brügmannstraße bezieht und ggf. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv ein Familienmitglied als Namensgeber auszuwählen, das nicht durch Rassismus und Kolonialismus (spez. Holzhandel in Kamerun) belastet ist.
Die BV Innenstadt-West setzt sich für eine Umwidmung unter Beibehaltung des Namens Brügmann ein und übernimmt die Kosten für ein Legendenschild für den neuen Namensgeber.
Grund für die Beibehaltung des Namens ist, dass sich mehrere Berufsschulen (Brügmann-zentrum) und eine Stadtbahnhaltestelle (Brügmannplatz) auf den Namen "Brügmann" beziehen.
Die Unterscheidung innerhalb der Familie Brügmann erscheint aus historischer Perspektive und im Hinblick auf die öffentliche Repräsentation heute besonders relevant. In diesem Zusammenhang schlagen wir Johann Theodor Wilhelm Brügmann (1788 1854), ehemaliger Bürgermeister und Firmengründer des Holzhandels als Namensgeber vor, da bei ihm bislang keine bekannten kolonialen oder rassistischen Verstrickungen vorliegen.
Begründung:
Der BV Innenstadt-West ist sehr daran gelegen, dass kein Straßenname im Stadtbezirk auf eine Person verweist, die durch Rassismus oder Antisemitismus belastet ist.