Antrag: Einrichtung einer Fahrradstraße in der Arndtstraße und Vorrang des Radverkehrs auf dem Radwall

Innenstadt-West
23.08.2023 – Antrag

Der Antrag (Drucksache Nr.: 32288-23) der Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung am 23.08.2023 wie vorgelegt angenommen.

Antrag:

  1. Einrichtung einer Fahrradstraße in der Arndtstraße im Abschnitt zwischen Heiligen Weg bis Ostwall.
  2. Die Verwaltung wird gebeten, Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen, die einen Vorrang des Radverkehrs auf dem Radwall gegenüber der Arndtstraße gewährleisten.


Begründung:

zu 1.:

Die Stadt Dortmund setzt in ihrer Radverkehrsstrategie auf die Stärkung des Radverkehrs mit der Zielsetzung, eine Fahrradstadt zu werden. Als eine wesentliche Voraussetzung für ein Gelingen wird in der Strategie ein attraktives und zusammenhängendes Radverkehrsnetz angeführt. In der Planung des Zielnetzes für den Radverkehr in Dortmund wird die Arndtstraße als Teil einer von neun Velorouten ausgewiesen. Velorouten sind priorisierte Fahrradachsen, die von einem Außenstadtbezirkszentrum zum Wallring führen. Durch das Maßnahmenprojekt „UmsteiGERN“ wurde die Arndtstr. im Teilbereich zwischen Heiliger Weg und Goebenstraße als eine Fahrradstraße umgewidmet und ausgewiesen. Allerdings fehlen ca. 100 Meter vom Heiligen Weg bis zum Wallring. Der Zusammenhang dieser Veloroute wird durch eine "Verpuzzelung" der Streckenfürhung gestört und mindert empfindlich die Attraktivität. Um den von der Stadt Dortmund gesetzten Ansprüchen und Zielsetzungen gerecht zu werden, wird der fehlende Lückenschluss auf der zentralen Fahrradachse Arndtstraße zwischen Heiliger Weg bis zum Wallring beantragt.


Zu 2.

Im Kontext des Projekts „Stadtluft ist (emissions-) frei. Dortmunds Einstieg in eine emissionsfreie Innenstadt“ hat die Stadt massiv in den Ausbau des „Radwalls“ investiert, um durch eine attraktive Infrastruktur den Radverkehr im Innenstadtbereich zu steigern. Die Investitionen für den Ausbau des Fahrradwalls können jedoch nicht zur vollen Geltung kommen, da sie durch die Verkehrsplanung wieder in Frage gestellt werden. Der Autoverkehr von nachrangigen Straßen – wie der Arndtstraße – bestimmt den Verkehrsfluss auf der zentralen Hauptachse des Radverkehrs in Dortmund. Schneller und zügiger Radverkehr wird durch fahrradunfreundliche Ampelschaltung unterbunden. Die Verwaltung wird gebeten, Maßnahmen zu prüfen, die einen Vorrang des Radverkehrs auf dem Wall gegenüber Nebenstraßen gewährleisten. In der Einmündung der Arndtstraße zum Radwall wäre z. B. eine Bedarfsampel für den Autoverkehr denkbar, die von einer „Immer-grün“-Schaltung für den Radverkehr auf dem Wall auf eine „normale“ Taktung umspringt, sobald ein motorisiertes Fahrzeug im Bereich der Arndtstraße an der Ampel hält